Logo des Vereins Straßenhunde in Not. Im Hintergrund karge Landschaft, rechts unten im Vordergrund ein Weg. Links kleine Hundesilhouette. Rechts ein großer Hundekopf frontal, leicht geneigt.

Griechenland 2011

Griechenland

Diese wunderschöne Ansicht von Griechenland, das Land der Götter, zeigt sich so den Touristen. Es täuscht aber nicht darüber hinweg, wie schändlich mit den Tieren, ganz besonders den Straßenhunden, umgegangen wird.

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Dieses Foto sandte uns die Tierfreundin V. aus Griechenland mit dieser Info: Dieser Hund war ein Streuner namens Vari, in einer Gegend von Athen. Er wurde versogt und gefüttert von Tierschützern, war gechipt, geimpft und kastriert. Er war ein sehr lieber, ruhiger Hund, der die Schulkinder jeden Tag zur Schule begleitete und beschützte. Eines Tages wurde Vari von den Tierschützern erhängt aufgefunden.

Täglich werden wir mit Schreckensnachrichten der getöteten und gequälten Hunde im Internet konfrontiert. Durch die Finanzkrise ist die Touristikindustrie bemüht, einen guten Eindruck zu vermitteln. So werden die größten Vergiftungsaktionen in die Vor- und Nachsaison verlegt.

Griechenland braucht bessere Tierschutzgesetze, öffentliche Gelder und Einrichtungen, damit die Streunerhunde flächendeckend kastriert und betreut werden können.

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Auf den Hilferuf einer jungen Tierfreundin aus Griechenland, die drei Welpen per Flugzeug nach Deutschland schicken wollte, jedoch vom Münchner Flughafen keine Einreise bekam, wurden wir kontaktiert, um zu helfen. Schließlich nützte alles nichts, die Welpen flogen wieder zurück nach Griechenland. Wir versprachen jedoch zu helfen. Gesagt, getan, ich buchte einen Flug nach Athen und kam dort spät am Abend an.

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Diese drei süßen Kleinen durften beim zweiten Anlauf mit „Straßenhunde in Not e.V.“ endlich einreisen.

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Als Aris und Nana gefunden wurden, waren sie so abgemagert, dass sie als Erstes Infusionen beim Tierarzt bekamen. Auch sie durften mit nach Deutschland reisen.

Kurztrip auf die Insel Salamina. Diese Insel ist auch dafür berüchtigt, dass die „Besucher“ mit Hunden kommen und ohne gehen. Auch fiel uns auf, dass ein älteres Ehepaar mit einem Hund in einer Transportbox kam. Wir fragten uns im Stillen, warum sie den kleinen Hund in einer solchen Box auf einen Inselbesuch mitnehmen. Wie wir jetzt erfahren haben, gibt es wohl einen Platz, wo die Hunde in großer Anzahl ausgesetzt werden und sich selbst überlassen sind. Anscheinend gibt es Tierschützer, die füttern (so gut es geht).

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Oft sind diese armen Hunde ein Leben lang an einer kurzen Kette angehängt und im Zwinger eingesperrt. In diesem Fall wurde die Kette ganz fest an seiner Pfote befestigt. Meist sterben die Streunerhunde unter großen Schmerzen an inneren und äußeren Verletzungen. Auch sind die Näpfe, die dort stehen, meistens leer.

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Drei Straßenkumpels, immer auf der Suche nach bein bisschen Futter

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Diese zwei waren ziemlich ausgehungert und stürzten sich voller Begeisterung auf das mitgebrachte Futter. Das war ihr Schlaf- und Wohnplatz. Diese drei wollten wir holen, sobald die Tierfreundin wieder zurückkam.

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Diese beiden durften sofort mit uns mit, vier von ihren Geschwistern wurden schon getötet. Da durch unseren Rückflug fünf Hunde mitdurften, wurden wieder fünf Plätze frei. Diese beiden sind die ersten Glückspilze, die aufrücken dürfen.

Diese Lieben haben sich riesig über unsere Futterspende gefreut. Ein freundlicher Taxifahrer, der mit mir auf Futtertour war, konnte es gar nicht glauben, dass wir Streuner füttern gehen. So etwas war ihm während seiner Taxifahrertätigkeit noch nie passiert. Wir kauften einen großen Sack Futter und los gings, in die speziellen Viertel, wo die Straßenhunde sich versteckten. Er sagte auf englisch: „This is a wonderful day for the streetdogs“.

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Hier schütteten wir erst einen kleinen Futterberg hin, aber auf dem Rückweg waren plötzlich viele Hunde da. Da haben wir noch einmal einen halben Sack ausgeschüttet.

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Hier nochmals unsere zwei Glückspilze.

Diese Katze wollte unbedingt fotographiert werden.

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Janis macht sich große Sorgen: hoffentlich geht’s diesmal gut. Wo wir jetzt doch zu fünft reisen.

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Schließlich kamen wir alle wohlbehalten und vollzählig am Flughafen Stuttgart an. Wir wurden schon sehnsüchtig erwartet. Die Freude bei der Ankunft war groß. Alle fünf Hunde durften aus ihrer Box heraus und wurden herzlich und liebevoll begrüßt. Die zukünftigen Eltern konnten es gar nicht erwarten, ihre Zöglinge mit nach Hause zu nehmen. Eine Familie hatte sogar Futter und Wasser dabei. Ich glaube, wir waren alle glücklich.

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Aris und Nana wurden gemeinsam von einer sehr lieben Familie adoptiert und dürfen auch weiterhin zusammenbleiben.

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