Logo des Vereins Straßenhunde in Not. Im Hintergrund karge Landschaft, rechts unten im Vordergrund ein Weg. Links kleine Hundesilhouette. Rechts ein großer Hundekopf frontal, leicht geneigt.

Geboren um zu sterben: Massentierhaltung Hühnermast

Bei der Hühnerhaltung vollzieht sich ein ähnliches Drama, wie wir es bereits bei den Schweinen gesehen haben. Wir besuchten einen größeren Hühnermastbetrieb im Ländle. Zunächst sah dort alles relativ gut und aufgeräumt aus. Die Hühner hatten sogar Auslauf im Freien. Gegen Abend wurden sie jedoch auf engstem Raum in einem Gebäude eingepfercht. Wir sahen das Gebäude zwar nur von außen, aber es war nicht schwer zu erkennen, dass da drin auch kein Platz für nur eine Hand war.

Wir meldeten uns am Hof mit dem Wunsch an, ein Huhn kaufen zu wollen. Man führte uns in eine große unbeleuchtete Halle. Wir wollten uns ein oder zwei Hühner aussuchen, jedoch war die Chefin ungeduldig und wollte uns nicht wählen lassen.

Sie ergriff die drei, die am nächsten waren, je an einem Hühnerbein; die Tiere waren starr vor Schreck. So kam sie auf uns zu, drückte mit der linken Hand eine Hartplastikbox auf, in die sie die drei Hühner rabiat hinein drückte. Die schrien laut.

Ich war entsetzt, was die Chefin jedoch in keiner Weise beeindruckte. Es kam noch schlimmer: Sie holte einen Karton, zerrte die armen, schreienden Tiere wieder aus der Box und drückte die Tiere in den Karton. Der Karton war mit etwas Blut verschmiert, was ich ihr zeigte. Daraufhin zog sie jedes einzelne Tier wieder aus dem Karton, um es dann doch wieder hinein zu stopfen – während die armen Hühner vor Angst und Schmerz schrien.

Es ist schon sehr erschreckend, wie respektlos Menschen, alleine wegen des Profits, mit anderen Lebewesen umgehen.

Mir fiel wieder die Recherche der ARD über den größten deutschen Hühnermastbetrieb mit Sitz in Baden-Württemberg ein.

Während wir im Auto fuhren, benannte ich die drei erschrockenen Hühner. Ihre Namen lauten jetzt Agathe, Sally und Rosa. Ihr neues Leben sollte sein: Ein tolles Hühnerhaus, in dem sie sein dürfen. Sie waren die ganze Fahrt über ruhig, und ich hatte das Gefühl: Sie haben mich verstanden.

Die Höhner in Ihrer neuen Heimat.

Die Hühner in Ihrer neuen Heimat.

Die Höhner in Ihrer neuen Heimat.
Die Höhner in Ihrer neuen Heimat.

Danke an Petra, die den Dreien ein liebevolles und schönes Zuhause gegeben hat. Was würden wir ohne dich machen?

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