Logo des Vereins Straßenhunde in Not. Im Hintergrund karge Landschaft, rechts unten im Vordergrund ein Weg. Links kleine Hundesilhouette. Rechts ein großer Hundekopf frontal, leicht geneigt.

Straßenhunde in Portugal

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Nach einer langen aber guten Fahrt, kamen wir vollbepackt in Setubal bei Lissabon am Samstag gegen Abend an. Wir waren alle von der langen Fahrt sehr erschöpft und müde.

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Die Tierschützer von Setubal empfingen uns an unserem Treffpunkt sehr herzlich und freundlich. Wir kamen rasch ins Gespräch und uns wurde schnell klar: Tierheime, wie wir sie hier in Deutschland haben, gibt es in Portugal nicht. Die staatlichen Tierlager in Portugal sind Tötungslager. Wir haben den Eindruck, dass es in Südeuropa einen anderen Umgang mit Tieren gibt - zumindest von staatlicher Seite. Bereits bei unserer Aktion in Süditalien konnten wir dies feststellen.

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In Setubal schließen sich Tierschützer zum Schutz der Straßentiere - oder besser: herrenloser Tiere - zusammen und nehmen die Tiere in ihren eigenen Auffanglagern auf. Sie kümmern und versorgen die Hunde mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Staatliche Unterstützung in irgendeiner Form gibt es für ihre Arbeit nicht. Der Staat scheint nur an der Tötung der Tiere interessiert zu sein, nicht an ihrer artgerechten, dauerhaften Unterbringung.

Die privaten Tierschützer leisten hier hervorragende Arbeit. Aber die Grenzen ihrer Belastbarkeit sind längst überschritten. Zwar lassen sie sich nicht unterkriegen, aber Sie benötigen dringend Unterstützung. Vielerorts wird bereits das Futter für die Tiere knapp.

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Während unseres Aufenthaltes konnten wir die Arbeit von zwei privaten Projekten beobachten. Bei dem einen Projekt handelt es sich um einen Zusammenschluss von verschiedenen Tierschützern, die gemeinsam rund 400 Hunde in ihrer Obhut haben. Beim zweiten Projekt handelt es sich um ein Ein-Frau-Projekt, bei dem rund 100 Hunde und 20 Katzen untergebracht sind. In beiden Projekten wird alles erdenklich Machbare für die Tiere getan.

Die Hunde werden in beiden Projekten nicht zentral untergebracht. Sie werden auf viele kleine Unterbringungen verteilt. In einer Unterbringung befinden sich im Schnitt zwischen 20 und 30 Hunde. Jeden Tag machen die Tierschützer ihre Runden und bringen ihren Schützlingen frisches Wasser und Futter; sie kümmern sich wirklich aufopfernd um die Tiere.

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Was uns bei unseren Fahrten durch Setubal überraschte: Wir sahen absolut keine Straßenhunde, kein herrenloses Tier. Hier wurde von den staatlichen Tierfängern gründliche Arbeit geleistet. Leider. Denn, einmal eingefangen, kommen die Tiere in ein Tötungslager. Dort erwartet sie, wie wir aus verschiedenen Berichten im Internet erfahren haben, ein qualvoller Hungertod.

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Kurz nach unserer Ankunft in Setubal, wir erreichten gerade unsere Unterkunft, stand vor uns ein junger Hund, der scheinbar auf uns wartete. Er begrüßte uns stürmisch und ließ sich in aller Ruhe von uns füttern. Früh am nächsten Morgen war der Hund wieder da. Wieder herrschte große Freude als wir uns sahen. Ausnahmsweise durfte der Hund mit in den Vorraum genommen werden. Dort bekam er ein Brötchen, das er ohne Eile fraß.

Leider mussten wir nach kurzem Aufenthalt wieder abreisen. Aber wir planen bereits unsere nächste Hilfsaktion für Setubal.

Ein ganz großer Dank geht an alle Spender. Ohne ihre Unterstützung wäre diese Aktion nicht möglich gewesen!

Vielen Dank an Bosch Tiernahrung GmbH & Co in Blaufelden-Wiesenbach (auch einen besonders großen Dank an Herrn Osoffski), an Fröschle Tiernahrung in Neuenstadt am Kocher und an das Tierpflegenestle in Backnang.

Danke auch an alle Helfer, die in positiver Weise zum Gelingen dieser Aktion beigetragen haben.

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