Logo des Vereins Straßenhunde in Not. Im Hintergrund karge Landschaft, rechts unten im Vordergrund ein Weg. Links kleine Hundesilhouette. Rechts ein großer Hundekopf frontal, leicht geneigt.

Geboren um zu sterben: Schweine

"Die Verwandlung eines Lebewesens in ein Bündel von Schmerzen und stummer Verzweiflung ist ein Verbrechen - was sollte eigentlich sonst ein Verbrechen sein."

Prof. Dr. Robert Spaemann, Philosoph

Wir wollten mit eigenen Augen sehen, wie es bei einer Ferkelaufzucht zugeht. Stehen die Mutterschweine wirklich ihr Leben lang in einem Metallgitter, wo sie sich nicht einmal zu ihren Kindern umdrehen können, um nach ihnen zu schauen? Werden sie tatsächlich ununterbrochen geschwängert, ohne sich zu erholen, ohne Tageslicht zu sehen und ohne Auslauf?

Es ist wirklich unfassbar, was unsere Recherche ergeben hat: Es ist sogar noch schlimmer! Was sind wir Menschen für Unmenschen. Was um alles in der Welt tun wir diesen wehrlosen Wesen an?

Eine Beschreibung der erschreckenden Zustände in Schlachthöfen fanden wir auf www.rohanowski.de. Hier ein Auszug:

"Obwohl es gegen das Gesetz verstößt, geraten jedes Jahr über eine halbe Million Schweine lebend statt tot in die Brüh- und Zerlegemaschinerie. Experten sprechen von schlimmsten Qualen, die hier aus Kostengründen billigend in Kauf genommen werden. Denn längst gibt es Methoden und Kontrollgeräte, um sicherzustellen, dass ein Tier auch tot ist, ehe es gebrüht und weiterverarbeitet wird. So will es auch das Gesetz, doch kaum ein Schlachthof hat die aufwendigen Kontrollgeräte bisher installiert."

"Wenn große Gefäße verfehlt werden, was bei dem Schachttempo durchaus der Fall sein kann, oder gar ein Tier übersehen wird, dann sind diese Tiere sehr schnell am Schlachtband wieder wach. Es gibt heute kein Kontrollsystem, um diese Tiere vor dem Verbrühen in dem anschließenden Brühsystem zu retten.
Bis zu einem Prozent der Schlachtschweine sterben erst beim Überbrühen, schätzt Prof. Tröger nach seinen Untersuchungen. Rein rechnerisch werden in Deutschland demnach jährlich über 500.000 Tiere unnötig gequält."

Mit unserem Besuch im Schweinemastbetrieb sind Straßenhunde-in-Not nun auch Besitzer zweier junger Schweine geworden: Max und Moritz. Max und Moritz konnten wir relativ schnell in den Hänger verladen. Unsere großen Hundeboxen mussten wir unverrichteter Dinge wieder einladen. Nach ca. einer Stunde kamen wir an unserer Zwischenstation an.

Max, ein kleine Eber, war ziemlich fit und stupste Moritz ständig mit dem Rüsselchen an. Er solle doch aufstehen!

Max, der Eber

Aber Moritz war k.o.. Auch wir sorgten uns sehr, da wir wussten, wie sensibel und empfindlich Schweine sind. Zudem herrschte im Hänger eine Temperatur von 30°. Nachdem wir Moritz mit kühlem Wasser bespritzt hatten, kam er langsam wieder in die Gänge.

Max, der Eber

Nun will ich euch mal unsere wertvolle Tierfracht genauer vorstellen: Das hier ist Max, der kleine Eber, welcher nicht kastriert ist und deshalb als Spanferkel angeboten werden sollte. Er ist sehr schlau und flink. Wenn er etwas im Visier hat, schaut er mit seinen kleinen Knopfaugen genau auf das Objekt. Obst gehört zu seinen Lieblingsspeisen.

Moritz

Das hier ist unser lieber Moritz. Da er einen Bruch hat, sollte auch er am Spieß gegrillt werden. Er ist extrem sensibel und regt sich immer gleich furchtbar auf, hyperventiliert und war beim Transport nicht mehr vom Fleck zu bekommen. Ansonsten ist er ein Sonnenschein.

Max, der Eber

Max und Moritz haben ständig etwas miteinander zu bequatschen.

Endlich sind Max und Moritz auf ihrem Endplatz angekommen. Eine liebe Familie mit drei jungen Mädchen hat uns mit der wertvollen Fracht liebevoll erwartet. Da wir im Dunkeln ankamen, durften die beiden Schweine im Pferdeanhänger auf hohen Strohballen übernachten. Zu ihrer neuen Heimat wurden sie am nächsten Morgen feierlich geführt. Wie ich von Insidern erfuhr, haben die zwei einen wahren Freudentanz vollführt. Da können wir nur von Herzen "Danke" sagen.

"Wenn Schlachthöfe Glaswände hätten, dann wären wir alle Vegetarier. Ich fühle mich besser und habe den Tieren gegenüber ein gutes Gewissen, weil ich weiß, dass ich nicht zu ihrem Leid beitrage."

Sir Paul McCartney

Petition von PETA gegen Missstände in den Schlachthöfen.

Zu den Zustände in den Schlachthöfen finden Sie auf der Seite rohanowski weitere Informationen.

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